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Autarkie

Autarkie

Warum 1.000 Personen für Bekatopia?   https://bekascho.github.io/bekatopia/index.html


Die Zahl von 1.000 bis 1.500 Personen auf 4km² wurde auf Grundlage mehrerer Überlegungen gewählt, die eine Balance zwischen sozialer Nähe, wirtschaftlicher Stabilität und infrastruktureller Vielfalt ermöglichen:

  1. Arbeitsteilung und Spezialisierung:
  2. Eine autarke Gemeinschaft benötigt verschiedene Berufsgruppen, darunter Landwirtschaft, Handwerk, Medizin, Bildung und Verwaltung. Mit 1.000 bis 1.500 Personen lassen sich alle notwendigen Aufgaben abdecken, ohne dass es zu Über- oder Unterkapazitäten kommt.
  3. Soziale Dynamik:
  4. In einer Gemeinschaft dieser Größe ist es möglich, ein starkes Gemeinschaftsgefühl aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig genug Vielfalt vorhanden ist, um verschiedene Interessen und Fähigkeiten zu integrieren.
  5. Flächenbedarf:
  6. Mit 4 km² pro 1.000 Personen bleibt genug Platz für Wohnraum, Anbaufläche und Infrastruktur. Die Bevölkerungsdichte entspricht dabei etwa der von Deutschland und lässt dennoch Raum für eine nachhaltige Lebensweise.
  7. Geburtenregelung:
  8. Langfristige Stabilität einer autarken Gemeinschaft hängt nicht nur von der Anfangsgröße ab, sondern auch von der kontrollierten Bevölkerungsentwicklung. Ohne Geburtenregelung könnte es zu einer Überbevölkerung innerhalb der begrenzten Fläche kommen. Eine moderate Wachstumsrate, die auf die Kapazität der Oase abgestimmt ist, wäre notwendig, um die Lebensqualität zu erhalten.
  9. Mindestgröße für genetische Vielfalt:
  10. Studien und Erfahrungswerte zeigen, dass eine Gemeinschaft von mindestens 160 Personen notwendig ist, um über mehrere Generationen genetische Vielfalt sicherzustellen und Inzucht zu vermeiden. Mit einem zusätzlichen Puffer von 50 % für langfristige Sicherheit ergibt sich eine empfohlene Mindestgröße von 240 Personen für eine stabile Fortpflanzung.


Warum 100 % Autarkie unmöglich ist:

Eine vollständige Autarkie ist selbst in einer optimal geplanten Oase schwer zu erreichen. Folgende Beispiele zeigen die Grenzen:

  1. Technologische Abhängigkeit:
  2. Viele für die moderne Lebensweise essenzielle Produkte, wie Computer, Smartphones oder Solaranlagen, benötigen Rohstoffe, die nicht überall verfügbar sind (z. B. Seltene Erden). Diese müssen importiert werden, was eine Abhängigkeit von anderen Regionen schafft.
  3. Nahrungsvielfalt:
  4. Eine autarke Gemeinschaft könnte sich zwar mit Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Gemüse und Obst selbst versorgen, jedoch wäre die Vielfalt stark eingeschränkt. Produkte wie Kaffee, Kakao oder exotische Früchte wären ohne Handel nur schwer verfügbar.
  5. Infrastruktur:
  • Der Bau und die Instandhaltung komplexer Infrastruktur (z. B. medizinische Geräte, Energieanlagen) erfordert spezialisierte Fachkräfte und Materialien, die nicht in jeder Oase vorhanden sein können.

Fazit:

Während eine autarke Gemeinschaft mit 1.000 bis 1.500 Personen für die Grundversorgung und den Alltag gut funktionieren kann, wird sie langfristig auf den Austausch mit anderen Gemeinschaften angewiesen sein. Ein stabiler Regionalverbund von Oasen könnte daher eine Lösung sein, um sowohl Autarkie als auch Vielfalt und Stabilität zu gewährleisten.

Sollte die Zahl von 1.000 Personen weiter diskutiert werden, könnten wir gemeinsam Szenarien für kleinere (ca. 150 Personen) und größere Gemeinschaften (ca. 10.000 Personen) entwerfen, um die Auswirkungen zu vergleichen. Festzuhalten bleibt, dass die meisten existierenden 'autarken' Gemeinschaften lediglich eine autarke Ernährung und/oder Energieautarkie haben oder anstreben.


Quellen (soweit ich sie jetzt auf die Schnelle wieder gefunden habe):
https://www.konstantin-kirsch.de/2022/09/minimale-gruppengroesse-fuer-autarkes-leben.html
https://kommunal.de/die-energieautarke-gemeinde
https://www.novamilia.org/bewohner-anzahl/


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